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Schall des Tors

Eine neue Komposition für Zink und Horn im Holstentor Lübeck

Das historische Holstentor wird zum Klangraum für ein neues ortsspezifisches Werk von Payman Mansouri.

Schall des Tors verbindet die Geschichte und Architektur des Holstentors mit einer zeitgenössischen Klangsprache. Zink und Horn treten dabei in einen musikalischen Dialog mit dem historischen Ort und seiner besonderen Akustik.

Zink : Emma Reynaud

Horn: Tomás Figueiredo

22.August um 13:30 sowie 15:00

3.Oktober um 13:30 sowie 15:00

Dauer: ca. 25 Min. Eintritt Frei


📍 Holstentor, Lübeck . Im Eingangsbereich

Ein musikalischer Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Raum.

Die Komposition und Aufführung dieses Projekts, wurde durch Hansestadt Lübeck gefördert.

Mehr über Künstlerinnen

Emma Reynaud begann ihre musikalische Ausbildung zunächst auf der Blockflöte in ihrer Heimatstadt Lyon. 2019 zog sie nach Leipzig, um an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ zu studieren. Anschließend spezialisierte sie sich im Masterstudium im Bereich Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis. Seit 2026 ist sie als Lehrkraft für Blockflöte und Musiktheorie an der Musikschule Johann Sebstian Bach in Leipzig tätig. Als Zinkenistin und Blockflötistin tritt sie mit Ensembles wie dem Neuen Bachischen Collegium Musicum, dem Gewandhausorchester und Ensemble Lachrymae auf europäischen Bühnen auf und wirkt bei CD-Aufnahmen mit. Ihre Praxis spiegelt ihre Vorliebe für Geschichte und das Streben nach Historizität wider, ebenso wie ihr Interesse an der neuen Musik, neuen Ausdrucksformen und Konzertformaten sowie ihre Leidenschaft für die Vermittlung.

Tomás Figueiredo wurde in Portugal geboren und studierte Horn an der Escola Superior de Música de Lisboa. 2013 setzte er seinStudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei
Prof. Ab Koster fort, wo er seinen Master und sein Konzertexamen im Fach Horn erfolgreich abschloss.2016 wurde er mit dem Berenberg Kulturpreis in der Elbphilharmonie ausgezeichnet. Als Solohornist arbeitete er mitverschiedenen Orchestern und Ensembles zusammen, darunter die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, das Orquestra Metropolitana de Lisboa, die Staatsoper Hannover, das Philharmonische Orchester Kiel, die Kammerakademie Potsdam und das Ensemble Resonanz. Seit mehreren Jahren ist Tomás Figueiredo regelmäßig als erster Hornist beim Ensemble Resonanz in Hamburg tätig und wirkte dort bereits bei fünf CD-Aufnahmen mit. Darüber hinaus ist er
auch als Interpret auf dem Naturhorn und dem Barockhorn sehr aktiv.

Payman Mansouri ist ein freischaffender Komponist und Pianist mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik und interkulturellen Klangsprachen. Er absolvierte sein Masterstudium Komposition an der Musikhochschule Lübeck bei Katharina Rosenberger mit Auszeichnung. Zuvor studierte er Komposition bei Dieter Mack und Houshang Ostovar sowie Klavier an der Tehran Azad Universität. Seine kompositorische Ausbildung vertiefte er durch private Studien, Meisterkurse und Workshops in Komposition sowie Orchester- und Operndirigieren.Seine Kompositionen wurden international bei Festivals und renommierten Institutionen aufgeführt, darunter in der Elbphilharmonie Hamburg, beim Brahms-Festival und im Europäischen Hansemuseum Lübeck sowie bei Spielstätten in Athen, Wien, Dänemark und den USA. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge für Solist:innen und Ensembles, unter anderem für das Aktapha Ensemble und das Ensemble Storstrøm. Zu seinen jüngsten Uraufführungen zählen Werke für Ensemble, Solo-Instrumente, Elektronik und performative Formate.Mansouri wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, darunter dem Kulturfunk-Preis der Possehl-Stiftung. Er ist Gewinner des Gilgamesh International Composition Competition und Finalist des Mauricio-Kagel-Kompositionswettbewerbs.Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen die Auseinandersetzung mit mikrotonalen und spektralen Strukturen, erweiterten Spieltechniken sowie die Verbindung von Klang, Raum, Sprache und Körper. Dabei verbindet er Elemente verschiedener musikalischer Traditionen mit zeitgenössischen Kompositionstechniken und entwickelt daraus individuelle, interkulturelle Klangsprachen.